22.04.2010 19:46

Textfabrik: Neue Lesereihe in der Guetersloher Weberei ab Mai 2010

Rubrik: NiMas BlogBuch, Theater, Startseite
Von: Nicole Anwander-Baranowski

Gütersloh (nima). Auf Initiative von Autorin Franziska Roechter startet am Sonntag, 16. Mai um 16 Uhr die Textfabrik in der Weberei Guetersloh. Den Veranstaltern, u. a. Karsten Weishaar vom Booking der Weberei ist es ein Anliegen, eine Plattform fernab des Literaturwettbewerbs zu schaffen.

 

Mir gefaellt diese Idee theoretisch jedenfalls besser, als das Poetry-Slam-Konzept. Ich mag an Poetry Slams vor allem nicht, dass Slamgroeßen mit im Wettbewerb stehen. Wenn ich Veranstalterin waere, waeren mir diese, eher als Special Guest herzlich Willkommen.

 

Nun haben sich bereits einige Autoren und Autorinnen für die Textfabrik aus der Region angekuendigt. Zum Auftakt am 16. Mai  lesen demnach Harry Michael Liedtke, Regina Schleheck, Olga Baumfels, Ulrike Zimmermann und Franziska Roechter selbst aus ihrer Anthologie "Mord am Konradsberg und andere Krimis".

 

Dr. Paul Sanker liest aus seinem auf der Leipziger Buchmesse erschienenen Psychothriller "Abgruende".

 

Hoffentlich wird das Schrecken nicht durch das Lesen dieser Schauergeschichten in die gute Weberei gezogen. Denn ein Mord ist bereits - zumindest im oben genannten Krimiband - in der Weberei zu verbuchen. Mich gruselt es schon jetzt.

 

Zudem hat Paola Reinhardt zugesagt, so dass die erste Veranstaltung dieser Lesereihe ausgebucht scheint?!

 

Dennoch koennen sich un- und ver-oeffentlichte Verfassende mit ihren Manuskripten oder Romanauszuegen für die kommenden Termine bei Frau Roechter anmelden. Email an TextfabrikGT(at)aol.com.

 

Der 20. Juni wird unter dem Motto „Beziehungskisten und deren Krisenmanagement“ laufen. Hierzu ist noch niemand explizit zu nennen. Also liebe Schreibende, waehlen Sie ein Exzerpt Ihrer Aufzeichnungen und senden Sie Franziska Roechter eine Email!

 

Für den 18. Juli stehen Dieter Bohn aus dem Science-Fiction-Genre mit seinem aktuellen Hoerbuch "Navi-Virus"  und eine Maerchenautorin (leider ohne Angabe des Namens) auf dem Terminplan.

 

Am 15. August wird ein Poesie-Fest gefeiert. Ergo, flott dahin geeiert!

 

Musikalisch koennen Achim Deppe mit den Bielefelder Didgers angekuendigt werden. Außerdem sollen sich einige junge Musiker praesentieren. Namen sind mir allerdings ebenfalls noch nicht bekannt.

 

Ob ich ebenso einen Text zum Besten gebe, entscheide ich nach der ersten Lesung und meinem stets überquellenden Kalender. Erwaehnen möchte ich noch, dass meine Freude der Weberei gilt, die durch die GTown Acoustic Music Sessions und nun mit der neuen Lesereihe an Kulturguetern gewinnt. Alles Gute fuer die Zukunft, liebe Weberei!


Kommentare

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NiMa (fürPoetrySlams!)

am 23/04/10 um 20:15

Hach, Balkon, Bierchen, Laptop plus ihr, danke! :)

Vorweg: Ich empfand den letzten SlamGT toll!
Doch meine Kritikpunkte bleiben.

Ist es nicht viel ehrenwerter, wenn 'Star-Slammer‘ als Gäste geladen werden?
Diese Frage stellt sich mir und das habe ich thematisiert.

Wünsche allen noch einen schönen Abend!

 

Julia

am 23/04/10 um 19:00

Jeder sollte froh sein, über alle, die sich für Kultur in unsere Stadt und allen anderen Städten engagieren! Und Kultur machen. Alles Veranstaltungen, die die Welt sehr wohl braucht!
Und was die Bühnenbesetzung beim Poetry Slam betrifft: Es geht doch beim Slam GT nicht nur ums Gewinnen, sondern um den Spaß an der Sache. Auf der Bühne zu stehen, neue Menschen kennen zu lernen und vielleicht eben auch von den erfahrenen Bühnen-Poeten zu lernen. Wir freuen uns auf jeden Fall auch weiterhin auf Poeten aus Köln, Halle oder Hamburg - ob sie nun erst 1 oder schon 100 Slams hinter sich haben - die unser großartiger Moderator mit nach Gütersloh bringt. Die dann wieder nach Hause fahren und mitnehmen: Mensch - in Gütersloh, da passiert doch was!
So, und damit oute ich mich als Mitveranstalterin.

 

Franziska

am 23/04/10 um 16:26

Schade, dass sofort immer Leute auf der Matte stehen, die Haare in der Suppe suchen. Gut, dass man auch weiß, wo man sie finden kann. Ich für meinen Teil werde auch weiterhin Slams besuchen (aktiv oder passiv), weil ich mich dort sehr wohl fühle. Alle Slammer, die ich bislang persönlich kennenlernen durfte ;-)), sind außerordentlich nette Leute, die - anders als unser Pseudokritikaster von heute morgen anscheinend - nicht in Schubladen denken, aber überaus tolerante Menschen sind und und und ... während ich dieses hier schreibe, telefoniere ich schon seit über eine Stunde mit einer absoluten Starslammerin, vor der jeder Mann nur den Hut ziehen kann.
Ich persönlich fühle mich auch sehr wohl mit ihnen, auf, neben oder unter der Bühne oder sonstwo ... :-0

Die zukünftige Partnerin dieses vom Leben und der Liebe noch etwas vernachlässigten jungen und verhinderten Reich-Ranicki von heute morgen tut mir jetzt schon leid: er ist unkreativ, denkt in Schablonen und wird seiner zukünftigen Angetrauten (wenn er denn jemals eine abbekommt) jegliche Kreativität absprechen, ihr dafür aber seine Dreckwäsche vor die Füße schmeißen. Und vor allen Dingen wird er selbst niemals erfolgreicher Slammer sein. Vorsicht, kann ich nur sagen. Die Frauenwelt hat das Mittelalter schon überwunden. ;-)

 

GTviewer

am 23/04/10 um 13:00

Der kritische Mensch von heute Morgen hat wohl Langeweile. Dann soll er mal was Soziales machen. Hatte er heute morgen nix zu Schreiben? Oder einzukaufen? Kann er nicht seine Kinder ordentlich anziehen? Oder mit dem Hund Gassi gehen? In Deutschland kann doch slammen und lesen, wer will, mit ohne Slamerlaubnis, mit oder ohne Bügellizenz, mit oder ohne Starslammer auf der Bühne (ich liiiebe Starslammer!).
Wo ist das Problem? Vielleicht im überkommenen Sprachgebrauch mancher Menschen?

 

bung books

am 23/04/10 um 12:09

Ich mag Hausfrauen auch, nicht nur, weil ich selbst eine bin. Und hätten Georges Simenon & Co. nicht alle Hausfrauen an der Hand gehabt - wer hätte die Krimis geschrieben? Hm? Dito den Slammern, denen die Frauen den Rücken freihalten. Und auch in zunehmendem Maße von Hausmännern ersetzt werden. Wenn ein Hausmann hobby-slammt, ist das dann etwas anderes? Ich freu mich jedenfalls auf die Textfabrik.

 
 

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