Name: Manngold
Mitglieder: 5, davon 2 aus Gütersloh
Stil: Deutsch-Rock-Pop - einfach Manngold!
Besetzung: Gesang, Gitarre, Bass, Piano, Drums
“5 mal GT“: menschlich, herzlich, ruhig, interessiert und offen
Gütersloh. Wenn Phil Stauffer von seinen Texten erzählt, dann beginnen seine Augen schnell zu leuchten. In jedem einzelnen, von ihm verfassten Song der Band Manngold steckt ein großer Gedanke, eine Geschichte – und eben dieses Leuchten. Er ist Sänger und Geschichtenerzähler zugleich, identifiziert sich mit seinen Figuren und zieht seine Musikerkollegen und auch das Publikum mit dieser Begeisterung mit. Nach gut zwei intensiven Jahren der Arbeit legt die Band nun ihr erstes Album vor.
Als Stauffer vor fast drei Jahren von Frankfurt nach Gütersloh zog und über eine Kleinanzeige ein paar Musiker gefunden hatte sah es zunächst nicht nach dem großen Wurf aus. Unterschiedlichste Erfahrungen und auch Wünsche an die neue Band standen der Kreativität im Weg. Skepsis über den eingeschlagenen Weg machte sich breit, die Bandfindung schien zu scheitern. „Letztlich war es ein einfacher, spontan improvisierter Blues in A-Dur, der uns zusammenfinden ließ. Jeder hat gezeigt, was er kann, und das hat motiviert weiter zu machen“, berichtet er.
Einen Einwand gab es dann doch noch: „Ich wollte Deutsche und vor allem eigene Texte und Songs machen. Wir haben das ausprobiert und haben so zu unserem Sound gefunden“ – ein Sound, den es in Ostwestfalen sicherlich nicht oft zu finden gibt. Kraftvolle und emotionale Musik, kaum in ein Genre einzuordnen. Am ehesten würde wohl der Begriff Deutsch-Rock passen, wer genau hinhört findet auch den ein oder anderen Country- und Blues-Einfluss, doch letztlich trifft es auch das nicht. „Einfach Manngold“ klassifizieren sie sich selbst. Das ist sicher die passendste Begrifflichkeit in diesem Kontext.
Neben Phil Stauffner sind es Martin Fruhner an der Gitarre und Sascha Giebner am Piano, die meist gemeinsam die Musik schreiben. Kai Lampe (Harp, Bass) und Carsten Huhn am Schlagzeug vervollständigen das Ensemble. Mit Musikern aus Bielefeld, Gütersloh und Rheda-Wiedenbrück entwickeln sie sich als feste Musik-Größe in Ostwestfalen.
Inhaltlich geht es in der Musik und auch im gerade erschienenen Album „Ein ganzes Leben“ um zentrale Lebensbereiche: Um Liebe und um Geld, um gewinnen und scheitern – und immer wieder um die Suche nach der wahren Heimat. So kann sich „Johnny Brokenheart“ zwar alles leisten, was er möchte, glücklich macht ihn das aber nicht. Und der Typ in „Geile Sau“ hat zwar eine Familie und Arbeit, findet sein wahres Glück aber immer wieder erst im Amsterdamer Rotlicht-Milieu. So klingen Geschichten der endlosen Suche nach dem Selbst.
Nach Auftritten in Ostwestfalen, unter anderem im Bielefelder Irish Pub und 2008 beim Landesturnfest auf dem Dreiecksplatz, ist für das nächste Jahr bereits eine kleine Tour durch Nordrhein-Westfalen geplant. Die genauen Orte stehen zwar noch nicht endgültig fest, aber Anlaufstelle werden wohl etliche kleine Clubs sein, in denen die Band schauen will, ob und wie sie auch überregional ankommt. Es bleibt gespannt abzuwarten, wie es danach weitergeht. Und zwischendurch lädt „Ein ganzes Leben“ dazu ein, sich die charmanten und leidenschaftlichen Geschichten auch zu Hause musikalisch erzählen zu lassen.
Johnny Brokenheart
Geile Sau
Bilder: www.pixelio.de [Hintergrund: William Veder | 'Plattenladen': Katharina Hopp]