Gütersloh (ben). Man sieht sich auf dem Dreiecksplatz - dieses Motto hat sich in Gütersloh zum Lebensgefühl entwickelt. Egal ob bei Freitag18, der Langennachtderkunst oder beim Tango Argentino: Der Platz ist immer in Bewegung und zieht die Menschen magisch an. Die Woche der kleinen Künste komprimiert dieses Lebensgefühl nochmals in besonderer Weise auf wenige Stunden innerhalb einer Woche: Jeden Abend auf dem Platz, jeden Abend auf's Neue Freunde treffen und ein hervorragendes Programm erleben. Egal ob alt oder jung - für jeden Geschmack ist etwas dabei. Natürlich auch in diesem Jahr, in dem sich Größen wie die Roma-Blaskapelle Fanfare Ciocarlia, die Ska-Band The Busters und der legendäre Anarcho-Clown Jango Edwards das Mikro in die Hand geben.
Am Montag beginnt das Spektakel bereits mit echten Highlights: Die zwölfköpfige Combo Fanfare Ciocarlia aus Ostrumänien ist ein einziger musikalischer Sturmangriff. Highspeed von der Tuba bis zur Klarinette – die Roma-Blaskapelle spielt mit ihren zerbeulten Instrumenten 120 Beats per minute und wird das Publikum zum Tanzen bringen. Seit 1996, dem Jahr ihrer Entdeckung, erobert die ursprüngliche Dorfkapelle mit ihren furiosen Rhythmen die Bühnen von Tokio, Berlin und New York. Wie die meisten Roma-Musiker singen sie auf Romanes und erhalten damit auch ihre sprachliche Identität. 2006 spielte die Band in dem Film Borat eine Coverversion von Born to be wild.
Zuvor aber erobern die Musiker des Transorient Orchestra, darunter einige der kreativsten der Weltmusik-Szene, die Dreiecksplatz-Bühne. Ihre musikalischen Wurzeln liegen in Deutschland, der Türkei, dem Iran, in Tunesien und Indien – 15 musikalische Individualisten bilden einen gemeinsamen, orchestralen Klangkörper. Mit überwältigender Spiel- und Improvisationsfreude präsentiert das Transorient Orchestra sowohl mystische Balladen als auch rhythmisch komplexe, mitreißende Uptempo-Stücke. Dabei greifen sie die musikalischen Traditionen aus des dem nahen und fernen Osten in ihren Kompositionen auf und verbinden sie mit westlichen Jazz- und Popelementen.
Die wie immer kostenlosen Veranstaltungen auf der zum großen Teil bestuhlten dreieckigen Rasenfläche an der Königstraße beginnen täglich um 20 Uhr und enden jeweils gegen 23 Uhr – am Freitag geht’s bis Mitternacht. Die Gastronomie rund um den Platz eröffnet bereits um 19 Uhr.
Kulturgueter.Info berichtet Tag für Tag in einem Spezial von der Woche der kleinen Künste - und zwar immer bereits morgens mit allen Bildern und Berichten des Vorabends! Also: Frühstückszeitung weg und KGI aufgeschlagen!
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am 31/08/10 um 00:33
Der erste Tag war schon toll! Klasse Musik und Stimmung!