Gütersloh (gpr). Licht aus, wenn man das Haus verlässt oder schlafen geht. Zu Hause ist das Usus, weil das Energiekosten spart und das Portmonee schont. Gleiches wünschen sich Bürgerinnen und Bürger auch für den öffentlichen Raum, wie auch die Vorschläge zum Bürgerhaushalt zeigten.
In Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Lemgo bringt die Stadt Gütersloh deshalb jetzt das Projekt „dial4light“ auf den Weg. Schon in wenigen Wochen können sich die Gütersloher mit einem Telefonanruf die Straßenlaternen auf ihrem Weg nach ihrem Bedarf einschalten. Das Prinzip ist einfach: Jeder Nutzer muss sich einmal über www.dial4light.de oder über das Bürgerbüro mit seiner Telefonnummer anmelden. Auch der Planungsausschuss im Rat der Stadt Gütersloh zeigte sich bei der Vorstellung von „dial4light“ Ende letzten Jahres angetan von dieser Technik, die dazu beiträgt, unnötigen Stromverbrauch zu vermeiden.
Soll es zwischen 23 Uhr abends und 5 Uhr morgens auf einer bestimmten Straße Licht werden, wählen die registrierten Benutzer den „dial4light“-Anschluss und geben einen Zahlencode für die gewünschte Laternenstrecke ein. Der Code ist auf den Laternenmasten zu lesen
Für die einjährige Probephase des Projektes in Gütersloh wurden Bereiche in fünf Wohngebieten ausgewählt: in der Determeyer Siedlung, in Blankenhagen, Niehorst, Avenwedde-Bahnhof sowie in Kattenstroth (Bereich Im Brock). Vorab wird die Stadt die Anwohner mit entsprechenden Flyern über die betroffenen Straßen informieren. „Wenn die nötige Hardware in den Schalterkästen eingebracht ist und die Straßenlaternen per Aufkleber mit dem Nummerncode versehen sind, können wir das Versuchs-Projekt starten. Dann können die Bürger je nach Bedarf insgesamt rund 500 Straßenlaternen in den Nachtstunden per Telefon einschalten“, sagte Alfons Buske, Leiter des Fachbereichs Tiefbau. Nach Auswertung der ersten Erfahrungen könnten Optimierungen vorgenommen werden, die sich individuell an dem Nutzerverhalten und den Bedürfnissen der BürgerInnen orientieren, so Baudezernent Josef Eckhardt Löhr zur Probephase.
In Städten, die schon Erfahrungen mit dem Projekt „dial4light“ haben, gibt es bereits eine positive Resonanz aus der Bürgerschaft. „dial4light“ gibt es zurzeit in sieben Städten und Gemeinden in Deutschland, wie zum Beispiel in Lemgo, Schlangen und Dörentrup. Selbstverständlich funktioniere dieser Service nicht nur über das Handy, sondern auch über den Festnetzanschluss. So könnten die Nutzer auch von Zuhause aus bequem die Laternen in ihrer Straße zum Beispiel für 15 Minuten einschalten, versichert Bernd Klemme von den Stadtwerken Lemgo. Aber auch die Dauer der Einschaltung kann jederzeit dem tatsächlichem Bedarf angepasst werden.
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Lizenz zum Leuchten: Manuela Wenger, Frank Bräuer und Bernd Klemme von den Stadtwerken Lemgo bereiten zusammen mit Baudezernent Josef Eckhardt Löhr und Alfons Buske, Leiter des Fachbereichs Tiefbau, den Projektstart von „dial4light“ vor.