01.10.2009 15:53

Dorffest oder Festival? Das Wies'n Rock 2009 war beides - ein Rückblick

Rubrik: Wies'n Rock Spezial
Von: Ben

Das Phänomen Wies'n-Rock fand bereits zum zwölften statt Mal und lockte weit über 3000 Menschen auf die Wiese

Die Kirche...

...die Wiese...

...der Rock!

Gütersloh(ben/kgi). Da strömen Massen von Menschen auf eine kleine Wiese hinter einer kleinen Kirche in einem kleinen, beschaulichen Dorf am Rande von Gütersloh. Man sieht Kinder spielen, Eltern stehen in gemütlicher Runde bei Kaffee oder Bier. Die Sonne scheint, die Stimmung ist einmalig locker und leicht. Musik tönt über den Rasen – Es ist Wies’n-Rock!

 

Ja, Wies’n-Rock ist ein Phänomen. Man trifft sich und manch einer bleibt einfach „hängen“, bis die letzten Töne in den Weiten des klaren Sternenhimmels verhallen. Festival-Fans treffen auf Familien und eine ungewöhnliche Mischung aller Generationen. Auf der Bühne reiht sich eine Top-Band an die andere und die Stimmung steigt, bis die Wiese glüht. Das Wies’n-Feeling ist kaum zu beschreiben, aber es lockt Jahr für Jahr tausende Menschen an.

 

Am Samstag war es zum zwölften Mal so weit und auch diesmal haben die Macher aus den Reihen der evangelischen Jugend aus Friedrichsdorf einiges auf die Beine gestellt. „Zurück zu den Wurzeln“ hieß das Motto - und es hielt, was versprochen wurde. Gab es noch im letzten Jahr Experimente bei der Musikauswahl, sollte es dieses Jahr wieder ganz klar und eindeutig ein Rock-Festival werden, ganz so, wie es vor über einem Jahrzehnt losging. Und nicht zuletzt dem guten Draht zum Wettergott wird es zu verdanken sein, dass es aus Sicht der Veranstalter eine der besten Veranstaltungen überhaupt wurde.

 

Pünktlich um 16 Uhr machten die vier Gütersloher Jungs von „The Cubes“ erfolgreich den Anfang. Mit ihrem geradlinigen und ehrlichen Rock gaben sie ganz klar die Richtung des Abends vor. Dass es der erste Auftritt der noch jungen Band war, war kaum zu merken. Vielleicht lag das aber auch an der großen Unterstützung der Zuschauer, bei denen die Band auf Anhieb viele Fans gewonnen hat.

 

Weiter ging es mit großen Schritten: Parklane7 eroberten die Bühne und das Publikum gleich mit, animierten zum Tanzen und verbreiteten gute Stimmung, bevor die Ska-Formation NgoboNgobo mit Bläsersätzen und karibischen Rhythmen das Urlaubs-Wohlgefühl perfekt machte. Die sympathische Band fühlte sich sichtlich wohl im Dorf und überzeugte mit unermüdlicher Spielfreude.

 

Der geheime Top-Act rockte als vorletzte Band in Form von „Châlice“ die Wiese. Lead-Sänger Gino Naschke spielte mit dem Publikum, posierte ganz nebenbei für Fotografen und Fans und brachte nach dem Auftritt kurz und knapp seine Meinung an den Mann: „Ihr habt hier ein tolles Fest!“. Sichtlich zufrieden gaben er und seine Bandkollegen später sogar Autogramme und verkauften CD’s und Shirts. Viele Besucher waren sich einig und wünschen sich die fünf Hamburger bald zurück nach Friedrichsdorf.

 

Zu guter letzt brachten Voodoo-Lounge die Rolling Stones auf die Wiese. Knapp zwei Stunden lang zauberten die sechs Jungs eine fulminante Show auf die Bühne und kamen dabei dem Original verblüffend nahe. Nicht umsonst gilt Voodoo Lounge als die wohl beste Stones-Coverband Europas.

 

Es war ein großer Abschluss eines großen Festivals im kleinen beschaulichen Dorf, auf der kleinen Wiese hinter der kleinen Kirche am Rande von Gütersloh. Und auch 2010 werden sich genau dort die Menschen wieder treffen und gemeinsam ein rauschendes Fest(ival) feiern!

 

 

 

 


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Kommentare

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Dominik

am 15/06/09 um 10:51

Hallo! War wirklich extrem gut dieses Jahr. Einen schönen Gruß aus Holland,

Dominik, Sabrina und Pia