Gütersloh (gpr). Um die Fossilien herauszuarbeiten, gibt es viele Methoden. Der Hobby-Paläontologe Jeffrey Mitchell zeigte den Kindern der Naturschule am Mittwochmorgen, wie man mit Messingbürsten die Fossilien säubert, sie unter der Lupe mit dem Schlagmeißel bearbeitet oder auch mit dem Hammer die Brocken abschlägt.
Während sich Talea, Sophie und Paul auf die Messingbürsten stürzen, mit denen Talea einen Donnerkeil, also einen Belemnit säubert, hat sich Luca den Arbeitsplatz an dem Schlagmeißel gesichert. Mit dem Gesicht über der schützenden Lupenlampe entfernt sie Stück für Stück die Steinreste. „Ist das so fertig?“, halten die Kinder ihre Arbeitsstücke Jeffrey Mitchell unter die Nase. „Na klar, wenn du damit zufrieden bist“, sagt Mitchell.
Die Fossilien haben es Jeffrey Mitchell schon lange angetan. Seit mehr als 30 Jahren beschäftigt sich der Hobby-Paläontologe mit dem Geheimnis der Steine. „Überall kann man solche Schätze finden.“ Tausende von Fundstücken aus Frankreich, Zypern, Portugal und Malta bewahrt er in seinen Vitrinen auf. Einen Teil seiner Fundstücke hat er bereits in einer Ausstellung im Kreishaus präsentiert.
Bevor es an die Arbeitsstationen ging, hatte Mitchell den Kindern anhand einer virtuellen Reise am Computerbildschirm gezeigt, wo man Fossilien finden kann. Bei einem Quiz konnten die Kinder ihre Kenntnisse vertiefen. Sie wissen jetzt, dass man Fossilien im Sedimentgestein, aber nicht im Vulkangestein findet. Und was ein Paläontologe ist, wissen sie jetzt auch, nämlich eine Experte für Versteinerungen. Den Kindern hat der Vormittag in der Pestalozzistraße Spaß gemacht. Und die neunjährige Anna kommt zu dem Schluss: „Ich habe jetzt ein neues Hobby.“
Bild1: Die 10-jährige Luca bearbeitet ein Fundstück mit Hilfe des Schlagmeißels.
Bild2: Hobby-Paläontologe Jeffrey Mitchell konnte den Kindern im Rahmen der Naturschule viele Fundstücke zeigen.